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Fleisch aus Südamerika: Was macht es so besonders?

Patrick Mebus

Patrick Mebus 28.10.2015 ·

Ein schmackhaftes, zartes und saftiges Steak auf dem Teller erhält seine Qualität bekanntlich nicht erst durch das Grillen. Eine wichtige Basis des Beef-Genusses:  Aufzucht und Haltung der Tiere.  Besonders beliebt sind bei Steak-Liebhabern  deswegen die Rinder aus Südamerika. Doch was ist das Geheimnis? Ein Blick über den Teich nach Argentinien und Uruguay.

Der Weg zum perfekten Steak beginnt in der südamerikanischen Pampa mit zwei eisernen Prinzipien: 

1. Die Rinder leben das ganze Jahr über in Freilandhaltung 

2. Die Tiere erhalten keine künstlichen Hormone und ernähren sich überwiegend vom Weidegras.

Wieso wird das Fleisch dadurch besser? Ganz einfach: Zum einen werden die Muskelzellen der Rinder durch die viele Bewegung in einem höheren Maße beansprucht. Dadurch benötigen die belasteten Körperregionen natürlich eine bessere Durchblutung, was das Fleisch unter anderem schön saftig werden lässt. Im Unterschied zur „Blitzaufzucht“ mit Hormonen oder Antibiotika entwickeln sich die Muskelzellen bei der natürlichen Aufzucht zudem sehr viel dichter und intensiver. Und natürlich wirkt sich der Verzicht auf künstliche Futtermittel auch auf den Geschmack aus. Denn die Nahrungsaufnahme von Gräsern und frischen Wiesenkräutern verleiht dem Rindfleisch ein einzigartiges Aroma.

Strenge Auflagen in Argentinien und Uruguay

Durch das extrem engmaschige Netz an Auflagen und Richtlinien für die Rinderzucht ist in Argentinien und Uruguay sichergestellt, dass die genannten Prinzipien eingehalten werden. Der Aspekt des „Animal Welfare “ (Tierwohl) genießt hier traditionell einen hohen Stellenwert. Die unangemeldeten Kontrollen durch Organisationen wie die SENASA (Servicio Nacional de Sanidad y Calidad Agroalimentaria) in Argentinien oder die INAC (Instituto Nacional de Carnes) in Uruguay stehen darüber hinaus weltweit für den hohen Standard, der hier gesetzt wird.

Qualität, die man schmeckt… und sieht

Das Ergebnis des natürlichen Aufzuchtprozesses lässt sich sogar mit bloßem Auge erkennen. Neben einer dunkelroten, gesunden Fleischfarbe ist es hier vor allem die intensive und feine Marmorierung durch Fetteinlagerungen, welches Fleisch von hoher Qualität kennzeichnet. Das weist auf eine gesunde Muskulatur des Tieres hin, die auf natürlichem Wege aufgebaut wurde.

Letzten Endes ist es wie so oft im Leben: Qualität bedeutet harte Arbeit. Das gilt auch für die Rinderaufzucht. Wer hier schummelt, ist vom perfekten Steak meilenweit entfernt. 

Kommentare (1)

  1. Moor am 01.03.2016
    Ich greife seit Jahren nur zu Steaks aus Südamerika
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