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Vom Azubi zur Restaurantleiterin - Bettina Schuller vom MAREDO Steakhouse München

Was das Geheimrezept ist, um die Karriereleiter so schnell zu erklimmen? Warum es im Restaurant besonders familiär zugeht? Ob sie sich schon als waschechte Münchnerin oder noch als „Zuagroaste“ fühlt? Das und noch viel mehr erfahrt ihr von Bettina Schuller, der Restaurantleiterin vom MAREDO Steakhouse München.

Markus Gnessner

Markus Gnessner 07.03.2019 ·

Bettina Schuller

Bettina, Du leitest das MAREDO Steakhouse im Herzen Münchens direkt am Rindermarkt. Begonnen hast Du bei uns bereits als Azubi. Wie lange liegt Deine Lehrzeit jetzt zurück?

Stimmt! Ich bin nun schon seit mehr als 10 Jahren bei MAREDO an Bord. Angefangen habe ich 2008 als Azubi am Standort Regensburg. Nach dem Abschluss meiner Lehre wurde ich direkt übernommen - und blieb noch zwei weitere Jahre.

Von 2012 bis 2015 suchte ich nach neuen Herausforderungen (grinst), kam dann aber gerne wieder zurück zu MAREDO. Im Rückblick die richtige Entscheidung. Denn schon Mitte 2016 erhielt ich das Angebot, im Zentrum von München direkt am Rindermarkt, als Assistentin des Betriebsleiters anzufangen. Eine tolle Chance! Aber um den Preis, dass ich Freunde und Familie in Regensburg zurücklassen musste. Das fiel mir wirklich nicht leicht. Umso mehr freute es mich, wie ich von MAREDO sowohl bei der Wohnungssuche als auch beim Umzug unterstützt wurde.

Kaum zwei Jahre später erwartete mich auch schon die nächste Herausforderung: Die Leitung des gesamten Restaurants und eines großartigen Teams.

Respekt! Du hast die Karriereleiter wirklich innerhalb kürzester Zeit erklommen. Wie hast Du das geschafft? Gibt es dafür ein Geheimrezept?

Es war schon harte Arbeit. Manchmal stieß ich dabei auch an meine Grenzen, aber mein Team und die Gäste haben mir jeden Tag aufs Neue gezeigt, wieso ich diesen Job so liebe. Dafür bin ich sehr dankbar.

Ich glaube, das Geheimrezept liegt darin nie aufzugeben und für das zu kämpfen, was man will - sei es nun beruflich oder privat. Dazu gehört natürlich Mut etwas zu riskieren - und wenn es sich dabei um einen Umzug nach München handelt (lacht).

In Deiner Position als Restaurantleiterin trägst Du eine große Verantwortung - sowohl für die Gäste Deines Restaurants als auch für Deine Mitarbeiter. Gibt es etwas, dass Dir dabei besonders am Herzen liegt?

Es ist mir wichtig, dass meine Mitarbeiter gerne zur Arbeit kommen und sich wertgeschätzt fühlen. Sie sind der Grundpfeiler des Erfolges. Wenn meine Mitarbeiter zufrieden sind, dann merken dies natürlich auch die Gäste. Ich bekomme oft die Rückmeldung, dass es bei uns so schön familiär ist und man sich wie zuhause fühlt. Das macht mich natürlich stolz (grinst).

Wie sieht bei Dir ein typischer Arbeitstag aus? Was sind Deine Hauptaufgaben als Restaurantleiterin?

Mein Arbeitstag beginnt mit allerlei Organisatorischen: Lieferungen, Bestellungen - und natürlich ganz wichtig: das Briefing meiner Mitarbeiter am gemeinsamen Frühstückstisch. Hier besprechen wir beispielsweise welche Aktionen oder Angebote anstehen, was am Vortag gut oder weniger gut gelaufen ist und was wir tun können, damit es noch besser läuft.

Um 11:30 Uhr heißt es dann: Der Vorhang hebt sich. Bühne frei! Jetzt gilt es unsere Gäste zu verwöhnen.

Das klingt überaus abwechslungsreich. Gibt es etwas, dass Du besonders gern oder ungern tust?

Ich liebe den direkten Kontakt zu unseren Gästen. Gern gehe ich im Sommer auf die Straße und verteile Gutscheine oder biete Probeverkostungen vor unserem MAREDO an.

Weniger Freude bereitet es mir, die Dienstpläne zu schreiben (grinst). Gerade wenn meine Mitarbeiter zahlreiche Sonderwünsche für deren Einteilung haben. Die alle unter einen Hut zu bekommen, das ist schon ziemlich mühsam.

Angenommen ich würde mich bei Dir um einen Job bewerben. Was müsste ich dann auf jeden Fall mitbringen?

Allem voran Leidenschaft. Du solltest für das brennen, was Du tust. Dazu Selbständigkeit, gepflegte Umgangsformen und die Bereitschaft etwas Neues auszuprobieren.

Nun wissen wir bereits einiges über Deine Arbeit, möchten aber auch noch etwas mehr über Dich erfahren. Fühlst Du dich noch als „Zuagroaste“, wie die Münchner zu sagen pflegen?

Manche mögen das so sehen. Aber im Herzen bin ich schon eine waschechte Münchnerin geworden (lacht).

Was gefällt Dir an München besonders gut?

Das große kulturelle Angebot. Hier wird es dir nie langweilig. Und wenn ich doch mal raus möchte und Entschleunigung suche, dann ist Österreich auch nur einen Katzensprung entfernt.

Wo kannst Du am besten entspannen? Was ist Dein Lieblingsplatz?

Im Sommer der Englische Garten. Mit Freunden zusammen sitzen und einfach entspannen - das ist schon herrlich.

Nochmals zurück zum Kulinarischen: Lieber selber kochen oder bekocht werden - was bevorzugst Du?

(Überlegt.) Schwer zu sagen. Von beiden ein bisschen (grinst).

Bettina, vielen Dank für das Gespräch. Wir wünschen Dir weiterhin viel Erfolg und alles Gute.


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